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Wir sind beim Babyschwimmen und haben ganz viel Spaß…

Mir war eigentlich schon immer klar, wenn ich mal ein Kind haben sollte, dann gehen wir auch zum Babyschwimmen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich selbst quasi im Schwimmverein aufgewachsen bin und Wasser einfach mein Element ist. Daher habe ich Mia und mich ohne zu zögern nach der Geburt sofort zum Babyschwimmkurs angemeldet. In Hamburg (und wahrscheinlich nicht nur hier) ist das so eine Sache: Es gibt nur wenige Kurse und diese sind schon lange im voraus ausgebucht. Einmal ausprobieren ist da leider nicht drin und ich habe guter Hoffnung ein paar Kurse im voraus gebucht.

Frosch im Wasser

Foto: zach / photocase.de

 

Ab wann macht Babyschwimmen Sinn?

Möglich ist Babyschwimmen ab ca. 3 Monaten. Wir waren mit etwas weniger als 4 Monaten das erste mal im Wasser. Im Nachhinein war das vielleicht etwas zu früh, denn Mia hat natürlich noch nicht so lange ausgehalten und war eher verhalten als begeistert. Der zweite gebuchte Kurs war dann mit 5 Monaten – Montags morgens um 9 Uhr. Ok, es war auch nicht meine Zeit und wir waren nur zwei mal da, danach wollte ich das Mia nicht weiter antun, den Spaß hatte sie dabei definitiv nicht. Sie hatte keine Lust auf andere Babys (obwohl sie die beim Pekip z.B. total spannend fand) und selbst beim lustigsten Liedchen oder mit tollem Spielzeug blieben die Mundwinkel unten. Einen Monat später, wieder zu einer Mia-freundlicheren Zeit (um 11 Uhr) war auf einmal der Spaß da. Seitdem habe ich eine kleine Wasserratte, die sichtlich Spaß am Plantschen hat.

Generell gibt es kein „zu spät“ was das Babyschimmen angeht, denn es geht ja nicht darum, dass die kleinen schon Schwimmen lernen, sondern viel mehr um die Gewöhnung ans Wasser. So lernen Eltern ein paar Handgriffe für den sicheren Umgang im Wasser und so ganz nebenbei werden die motorischen, geistigen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Kleinen gefördert und die Eltern-Kind-Beziehung wird gestärkt.
Übrigens, ob getaucht wird oder nicht hängt ganz davon ab, wer den Kurs leitet. Ich würde das Mia durchaus zutrauen, da sie liebend gerne ihr Gesicht eintunkt und danach bis über beide Ohren grinst, doch in allen Kursen, die wir besucht haben, wurde das Tauchen ausgelassen.

Was muss alles mit?

Eigentlich braucht man gar nicht viel mehr als bei einem normalen Schwimmbad-Besuch auch: Ein paar Handtücher, Duschzeug für dich und das Baby, Badelatschen, ein kleines Spielzeug wie ein Oball zur Beschäftigung zwischendurch und die Wickeltasche mit einer Wickelunterlage und einem frischen Body. Essentiell: Der Badeanzug oder Bikini, den sollte man natürlich nicht vergessen und entsprechend fürs Baby eine Schwimmwindel. Am Anfang habe ich Einweg-Schwimmwindeln benutzt, mittlerweile haben wir diese Badehose mit weichem Futter von Bambino Mio, die super bequem ist und zur Not auch alles feste auffängt. So niedlich kleine Badeanzüge auch sind, in einem Höschen fühlen sich Babys wohler, denn so ist ihr größtes Sinnesorgan, die Haut, unbedeckt. Schwimmen macht hungrig und müde, wenn man nicht stillt, sollte auf jeden Fall auch ein Fläschchen oder ein Snack mitkommen.

Das wichtigste Utensil für uns ist aber der Maxi Cosi, gerade wenn ich alleine mit Baby unterwegs ist. Wie ich hier schon mal geschrieben habe, haben wir uns fürs Reisen und eben auch fürs Babyschwimmen einen günstigen, gebrauchten Maxi Cosi Citi SPS gekauft, der ist super leicht und damit perfekt für Schwimmbad geeignet.  Für mich ist die Schale unentbehrlich, da ich Mia darin super parken kann, ohne sie irgendwo auf dem Boden ablegen zu müssen.

Das Aus- und Anziehen – unsere Routine

Vor dem ersten Mal schwimmen mit Baby hatte ich ein wenig bammel, wie das denn so sein wird, mit Umziehen und duschen und so. Doch wir haben uns recht schnell eingespielt und können den Ausflug sehr genießen.

Unsere Routine ist dann wie folgt: Mia bleibt erstmal angezogen im Maxi Cosi und ich ziehe mich ganz schnell um. Danach packe ich alles zusammen, was ich in der Schwimmhalle so brauche, erst danach ziehe ich Mia aus und die Schwimmwindel an. In den Maxi Cosi lege ich eine Wasserfeste Wickelunterlage und setze Mia dann wieder rein (ein Handtuch tut es sicherlich auch, denkt nur dran, dass Schwimmwindeln kein Pipi aufhalten) und so geht es dann in die Schwimmhalle.

Nach dem Schwimmen ist die Reihenfolge genau andersrum: Zuerst ruhen wir uns eingewickelt in ein Handtuch kurz aus, danach wasche ich Mia in aller Ruhe (in vielen Schwimmbädern gibt es einen Wickelraum mit einem großen Waschbecken, in dem man das Baby baden oder duschen kann) und ziehe ihr dann nach dem Abtrocknen einen Body an. Mit dem kommt sie wieder in den Maxi Cosi und ist meistens so kaputt, dass sie zufrieden vor sich hinschnullert, an ihrem Spielzeug friemelt oder sogar kurz einschläft. Das ist meine Chance auch einmal zu duschen, dabei nehme ich Mia mit der Schale einfach mit, die Duschräume bieten meistens genug Platz dafür. Manchmal tun wir uns aber auch mit einigen Mamas zusammen und eine passt schnell vor den Duschen auf die Kleinen auf, während die anderen duschen gehen. Dann ziehe ich mich schnell an und packe alles zusammen, am Ende wird dann Mia wieder ganz angezogen und wir sind abfahrbereit. Meistens läuft das alles ganz entspannt ab, wenn die Müdigkeit zu groß ist, kann schon mal beim Anziehen gemeckert werden, aber meine große Sorge, ich müsste alles hektisch unter Gebrüll machen und kann erst selbst zu hause duschen ist noch nie eingetreten. Wie in vielen Situationen hilft entspannt bleiben, dann ist das Baby es auch!

Und was macht man da so?

Was wir beim Babyschwimmen machen, kann man natürlich auch alleine mit den Kleinen im Schwimmbad erleben. Doch gerade am Anfang ist es schon ganz schön, wenn jemand da ist und zeigt, welche Grifftechniken es so gibt. Es macht auch mehr Spaß mit anderen Babys zusammen nach einem großen Ball zu füßeln, auf Matten zu balancieren und zu (schief) gesungenen Liedern durch das Wasser gezogen zu werden! Letzteres gehört ja einfach zu Babygruppen dazu und ich würde alleine im Schwimmbad sicherlich nicht laut vor mich hinsingen. Ich wundere mich auch immer wieder, wie schnell die Zeit in einem Kurs vergeht.

Falls ihr keine Lust oder Möglichkeit habt, einen Babyschwimmkurs zu besuchen, ist ein ganz normaler Schwimmbad-Besuch natürlich auch ein tolles Abendteuer. Allein die Erfahrung, wie sich Wasser anfühlt, wenn man darin gezogen wird, ist schon toll für die Kleinen und sie genießen es sehr in der Schwerelosigkeit Bewegungen machen zu können, die an Land noch nicht funktionieren. Wenn ihr Spielzeug mitnehmen wollt eignen sich ein kleiner Ball, ein Becher mit dem man Wasser schöpfen kann oder ein Schwimmreifen ganz gut. Wir haben kleine Stapelbecher von DM, die jeweils unterschiedlich viele kleine Löcher im Boden haben und Mia liebt es zu beobachten und zu spüren, wie unterschiedlich das Wasser aus ihnen ausläuft.

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